VNB steht jetzt auch für Vormundschaften, Notbetreuungen und Beistandschaften im Rahmen von Verfahren an Familiengerichten

Heute haben wir Frau Löwe zu Gast, guten Morgen Frau Löwe, schön, dass Sie heute für uns da sind

Frau Löwe:

Guten Morgen liebe Kinder und Jugendliche, ja, ich freue mich auch, heute bei euch sein zu dürfen

Karo:

Frau Löwe, heute sprechen wir darüber, was Kinder und Jugendliche eigentlich tun können, wenn ihre Rechte in der Demokratie betroffen sind. Sie waren neulich bei Luka, berichten Sie mal, was war da genau los?

Frau Löwe:

Ja genau, ich habe neulich Luka, er ist acht Jahre alt, in seinem Kinderzimmer besucht. Luka saß in seiner Chill-Eckeund wirkte richtig nachdenklich und auch ein bisschen traurig

Karo.

Oh, was war denn passiert?

Frau Löwe:

Luka erlebte, dass Papa sich von Mama getrennt hatte und dass Mama auch schon ausgezogen ist. Beide, also sein Vater und auch die Mama wollten, dass Luka bei denen wohnt. 

Karo:

Das ist ja leider etwas, was sehr viele Kinder erleben, aber müssen sich die Kinder dann für einen entscheiden?

Frau Löwe:

Nein, das wäre viel zu schwierig für Kinder. Die Eltern haben dazu viele Gespräche mit ihren Rechtsanwälten und müssen dann auch in ein Gericht, was dann darüber entscheidet. Im Gericht ist dann ein Richter oder eine Richterin, die mit den Eltern alles bespricht.

Karo:

Und wer fragt eigentlich Luka, was er möchte?

Frau Löwe:

Dafür bin ich dann da! Der Richter beauftragt mich, Luka zu besuchen und ganz in Ruhe mit ihm über die Situation zu Hause zu sprechen

Karo:

Was genau besprechen Sie denn dann mit Luka, wie haben wir uns das vorzustellen?

Frau Löwe:

Erst einmal möchte ich Luka ein bisschen kennenlernen, wie haben Uno gespielt und Luka hat mir von seiner Schule und von seinen Freunden erzählt. Später erzählte Luka dann von seinen Träumen und Gedanken, die mit Mama und Papa zu tun haben. 

Karo:

Oh, das klingt gut, das heißt, Sie sind nur für Luka und seine Wünschen da?

Frau Löwe:

Ja, genau, ich vertrete seine Interessen und kann am Ende dann auch verstehen, warum er sich wünscht, wie es dann weitergeht. 

Karo:

Und wie geht es dann weiter?

Frau Löwe:

Ganz am Ende des Besuches bei Luka bespreche ich mit ihm, was ich dann dem Richter oder der Richterin sagen soll. Ich nehme also seine Wünsche und seine Gedanken aus dem Kinderzimmer von Luka mit ins Gericht und vertrete ihn dort.

Karo:

Krass, Sie sind ja dann fast so etwas wie die Anwältin von ihm?

Frau Löwe:

Ja, so ungefähr. Kinder sollen einfach nicht mitten im Streit der Erwachsenen sein müssen, dazu gehe ich dann dahin und berichte allen von seinen Wünschen und von seinen Bedürfnissen. Ich bin dann Lukas Verfahrensbeistand.

Karo:

Ok, Sie sorgen also dafür, dass Lukas Rechte gut vertreten sind?

Frau Löwe:

Ja, ganz genau, denn der Richter soll ja so entscheiden, dass es immer gut für die Kinder ist. Luka wünschte sich, dass er bei Papa wohnt, Mama aber regelmäßig sieht, bei ihr schlafen darf und auch wie immer schon mit ihr jeden Freitag schwimmen gehen kann.

Karo:

Frau Löwe, was passiert denn, wenn der Richter das dann nicht so entscheidet, wie Luka es sich wünscht?

Frau Löwe:

Dann bespreche ich das wieder mit Luka und kann mich beim Richter beschweren, so dass das Gericht noch einmal mit allen sprechen muss.

Karo:

i

Hartmut Kern

Bereich Bildung

Organisationsentwicklung
Supervision und Coaching (M.A.)
Dipl. Soz. Päd. (FH)

Systemischer Coach
Umweltpädagoge (Zertifikat)
Lehrbeauftragter FH Bielefeld
Aktivierender Lernberater
Suggestopädie
DGQ Auditor

Mitglied in der Region Supervision und Coaching OWL

DGSv-Mitglied
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Dirk Eickmeyer

Gesundheitswirtschaft

Organisationsentwicklung
Supervision und Coaching (M.A.)
Dipl. Pflegewirt (FH)

Exam. Krankenpfleger
Pflegeberater (Zertifikat)
Langjährige Führungskraft
im Gesundheits– und
Sozialbereich

DGSv-Mitglied